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| | | | | | Deine News aus der Zahnwelt | | |
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Hey , willkommen zur ersten Ausgabe des Toothletters! Dein Newsletter aus der Welt der Zahnmedizin. Hier erfährst Du alles über die neuesten Trends in der Zahnmedizin, Praxistipps sowie kondensierte Wissenschaft.
Viel Spaß beim Lesen und ein schönes Wochenende!
Viele Grüße, Dein Tilmann |
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| | GP-Point in situ rg. 35, apikal liegt deutlich erkennbar das Foramen mentale (Bild: TS) |
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So lokalisierst Du sicher die Wurzelspitze, auch mit unmittelbar angrenzendem N. mentalis ⚡ |
| Im Oberkiefer wölben sich die Wurzeln häufig sogar im Molarenbereich deutlich nach vestibulär hervor und sind so visuell gut identifizierbar. Im Bereich der Oberkiefer Seitenzähne kann es aufgrund der dicken Compacta und der Behandlerperspektive (von schräg oben) mitunter schwierig sein, sich zu orientieren. So schaffst Du Abhilfe: Nach dem Aufklappen legst Du mit dem Rosenbohrer eine Rille auf der vermuteten Höhe der apikalen Ostitis an. Dann kürzt Du einen Guttapercha-Point (ca. ISO 70) und platzierst ihn in der Rille (leichte Friktion hilft!). Nun fertigst Du ein partielles Kontroll-PSA an und passt anschließend gegebenenfalls die Ausrichtung der Osteotomie an. Voilà! |
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| | Interne Resorption rg 36 im herkömmlichen Rö EB vs. Tomosynthese (Bild: Dental Economics Magazine, 2023) |
| Wie diese Technologie aus der Brustkrebsvorsorge dabei helfen kann, 36% mehr Karies zu entdecken |
| Die 3D-Tomosynthese wurde ursprünglich entwickelt, um bei der Mammographie kleinste Anomalien im Brustgewebe zu identifizieren. Zukünftig könnte diese Technik es Zahnärzt:innen ermöglichen, Karies in einem früheren und besser behandelbaren Stadium zu diagnostizieren. Die stationäre intraorale Tomosynthese (s-IOT) nutzt eine digitale Verarbeitungstechnik, um aus mehreren Röntgenbildern, die aus verschiedenen Winkeln aufgenommen wurden, detaillierte Schnittbilder der Zähne zu erstellen. So können Überlagerungen im Approximalbereich größtenteils ausgeglichen werden. In einer Vorläuferstudie konnten mit Hilfe der Tomosynthese 36% mehr approximale Kariesläsionen entdeckt werden. Vertrieben wird diese Technologie aktuell allerdings nur für den amerikanischen Markt von der Firma Surround Medical Systems, Inc. |
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| | Arzt wirft Antibiotika-Packung in den Müll (Bild: Midjourney) |
| "Bei Penicillinallergie gebe ich natürlich Clindamycin. Oder?" |
| Diese Annahme galt lange als Standard für die antibiotische Prophylaxe bei zahnmedizinischen Eingriffen zur Vorbeugung einer infektiösen Endokarditis (IE). Die American Heart Association (AHA) hat jedoch in einer Stellungnahme von 2021 Clindamycin für diese Indikation nicht mehr empfohlen (Tab. 1). Der Grund für diese Änderung liegt in der Sorge um potenziell schwere bis hin zu tödlichen Komplikationen durch Infektionen mit Clostridioides (ehem. Clostridium) difficile. |
| | | Tab. 1: Clindamycin-Alternativen zur Prophylaxe der IE, empfohlen von der AHA, 2021 |
| Trotz der klaren Empfehlung der AHA wird in der S2k-Leitlinie "Infektiöse Endokarditis und Endokarditisprophylaxe im Kindes- und Jugendalter" von 2022 weiterhin Clindamycin als Endokarditis-Prophylaxe empfohlen. Dieser fehlende Konsens zwischen den Gesellschaften kann in der Zahnarztpraxis zu einer gewissen Unsicherheit führen. In beiden Stellungnahmen wird allerdings betont, dass die IE Prophylaxe nur nach strenger Indikationsstellung zu verabreichen ist (Tab. 2). |
| | | Tab. 2: Indikationen für IE Prophylaxe laut S2K Leitlinie "Infektiöse Endokarditis und Endokarditisprophylaxe im Kindes- und Jugendalter", 2022 |
| Als Risikoprozeduren, die eine solche Prophylaxe erforderlich machen, gelten generell alle Behandlungen, die potentiell Bakteriämien verursachen können. Dazu zählen: Eingriffe, die mit einer Manipulation an der Gingiva, der periapikalen Region oder mit Perforation der oralen Mukosa einhergehen können (inkl. kieferorthopädische Bebänderung, nicht aber die alleinige Lokalanästhesie). Dennoch wird heute angenommen, dass alltägliche Bakteriämien, verursacht durch Aktivitäten wie Zähneputzen oder Kauen, ein höheres Risiko für eine infektiöse Endokarditis darstellen als die selteneren iatrogenen Bakteriämien durch zahnärztliche Eingriffe. Daher ist die Etablierung einer optimalen Zahngesundheit durch regelmäßige Mundhygiene und zahnmedizinische Vorsorge der Schlüssel zur Minimierung des Risikos einer Endokarditis. |
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Mein Name ist Tilmann Seifert und ich bin FZA für Oralchirurgie aus Berlin. Mit dem TOOTHLETTER möchte ich ein Format schaffen, über das insbesondere viel beschäftigte Praktiker:innen einen stetigen Input zu brandaktuellen Themen aus der Zahnmedizin bekommen. Und das in einer Aufmachung, die Lust auf's Lesen macht. |
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