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Toothletter

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Deine News aus der Zahnwelt

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Inhalt

Verdachtsdiagnose 

Arbeitsabläufe

Praxistipp 

Über 

Hey ,
 

willkommen zur vierten Ausgabe des Toothletters! 👋

Dein Newsletter aus der Welt der Zahnmedizin. 
Diese Woche mit der Frage: darf ich bei Patienten unter Bisphosphonattherapie Implantate setzen?

 

PS: Die Fa. Ustomed gibt allen Leser:innen des Toothletters 15% auf meine Lieblingshebel:

  • 83-120-003
  • 83-121-003


Einfach beim Checkout den Code "Toothletter" eingeben 🤑
Viel Spaß beim Lesen und ein schönes Wochenende!

Viele Grüße,
Dein Tilmann

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Verdachtsdiagnose

Terminator-Zahnarzt am Patienten

MSH Veränderung am Gaumen (Bild: TS)

Lokalisation: harter Gaumen

Palpationsbefund: relativ derb

Fragestellung: Was sind mögliche Verdachtsdiagnosen und wie sollte in diesem Fall vorgegangen werden?
Hier geht's zur Auflösung 👇

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Hier geht's zur Auflösung!
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Arbeitsabläufe

Ustomed Hebel

Bild: TS (erstellt mit generativer KI)

Spare wertvolle Behandlungszeit: Diese Arztbrief-Vorlage erleichtert Dir den Umgang mit Risikopatienten

Du liebst Systeme und optimierst Deinen Praxisalltag wo es nur geht? Dann ist dieser Artikel für Dich,  😉
 

Deine Patienten werden immer älter und die Medikamentenlisten länger. Das ist die Auswirkung des demographischen Wandels in Deutschland. Gepaart mit Polypharmazie. Ein Phänomen, unter dem man die gleichzeitige und dauerhafte Einnahme von mind. 5 Medikamenten versteht.
 

Wir müssen ständig auf der Hut sein, ob unsere zahnärztlichen Eingriffe bei unseren Risikopatienten Wechselwirkungen hervorrufen könnten.
 

  • Glaukom → darf ich LA geben?
  • Antikoagulantien → darf ich die absetzen?
  • Bisphosphonate → was muss ich beachten? 
     

Wir sind immer mehr damit beschäftigt, mit ärztlichen Kolleg:innen Rücksprache zu halten.

(Oder in deren Warteschleife zu hängen)
 

Dieses Template spart Dir viel Zeit. ⏱
Ankreuzen, den Patienten auffordern, es seinem Hausarzt vorzulegen und vor Deinem geplanten Eingriff zurückzubringen. Therapie anpassen. Easy.
 

Deine Patienten und deren behandelnde Ärzt:innen wissen das zu schätzen. Denn es zeigt, dass Du Verantwortung übernimmst und alles im Griff hast!
Über den Extra-Gang zum Hausarzt hat sich noch nie jemand bei mir beschwert.
 

Nicht vergessen: Ksla abrechnen! ✅

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Hier herunterladen!

Du kennst eine Person, die gerne Praxisabläufe optimiert? Dann leite diese Email einfach weiter oder verschicke diesen Link

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Praxistipp

Aufgezogene Anästhesiespritze

Bild: TS (erstellt mit generativer KI)

Implantate trotz Bisphosphonate & Co? 7 wichtige Tipps für die Praxis

Das Wichtigste vorweg: Antiresorptiva stellen keine absolute Kontraindikation für Implantate dar.

Es gibt sogar gute Gründe, sich für Implantate zu entscheiden. Insbesondere dann, wenn dadurch Druckulcera vermieden werden können. Für den Therapieerfolg musst Du aber einiges beachten ⚠️
 

Unter dem Begriff Antiresorptiva werden Medikamente zusammengefasst, die den Knochenabbau inhibieren.
Sie werden zur Therapie von Osteoporose und Tumorerkrankungen mit Knochenmetastasen eingesetzt. Die bekanntesten Vertreter sind die Bisphosphonate und die monoklonalen Antikörper (z.B. Denosumab/Prolia).
 

Antiresorptiva können die Entstehung von Kiefernekrosen (ARONJ) begünstigen, besonders durch Zahnextraktionen, Prothesendruckstellen und Parodontitis.



Hier sind 7 wichtige Grundsätze für die Behandlung solcher Patienten 👇
 

1) Es sollte die individuelle Knochenneubildungsrate des betroffenen Patienten beurteilt werden.


Dafür gibt es zwei wichtige Hinweise:

  • der unmittelbare Heilungsprozess Z.n. Extractionem → gibt es scharfe Knochenkanten?
  • die Röntgenkontrolle im Verlauf → ossifiziert die Extraktionsalveole regelrecht?
     

2) Es muss eine gute Mundhygiene gewährleistet werden können
 

3) Möglichst minimalinvasiver und atraumatischer Eingriff
 

4) Auf Knochenaugmentationen sollte verzichtet werden
 

5) Die Behandlung muss unter antibiotischer Therapie erfolgen
:


Die Leitlinie empfiehlt eine „prolongierte“, perioperative Gabe von Amoxicillin 1000mg (1-1-1) bzw. Clindamycin 600mg (1-1-1) bei Patienten mit einer Penicillin-Unverträglichkeit.
Bezüglich der Pausierung der Antiresorptiva-Medikation gibt es keine Empfehlung (Leitlinie Antiresorptiva, 2018).  
Gut zu wissen: die Halbwertszeit von Bisphosphonaten beträgt 10-12 Jahre. Die HWZ von Denosumab nur 26 Tage.
 

6) Die Nachsorge sollte aufgrund des Risikos einer ARONJ engmaschiger sein
 

7) Es sollte eine längere Einheilzeit eingeplant werden
 

Ob Zahnimplantate auch eine Ursache für die Entstehung einer ARONJ sein können ist laut der entsprechenden Leitlinie von 2016 nicht geklärt. Die überarbeitete Version der Leitlinie soll dieses Jahr veröffentlicht werden. 

Das Fazit ist: Implantate unter Antiresorptiva-Therapie sind kein no-go. Dennoch sollte das individuelle Patientenrisiko genau evaluiert werden. Eine gewissenhafte Planung und die Einhaltung dieser 7 Regeln sind die Voraussetzung für den Therapieerfolg.
 

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Bevor Du gehst,  ...

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Der Autor

Photo von Tilmann Seifert

Dr. Tilmann Seifert

Mein Name ist Tilmann Seifert und ich bin FZA für Oralchirurgie aus Berlin.
Mit dem TOOTHLETTER möchte ich ein Format schaffen, über das insbesondere viel beschäftigte Praktiker:innen einen stetigen Input zu brandaktuellen Themen aus der Zahnmedizin bekommen. Und das in einer Aufmachung, die Lust auf's Lesen macht.

 

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