Aber was ist denn jetzt der Stand der KI in der Zahnmedizin? Die bisher wohl bedeutendste Entwicklung ist die KI-gestützte Röntgenbefundung. Dabei wird das Röntgenbild von der KI analysiert und unterstützt den Zahnarzt oder die Zahnärztin bei der Befundung. Erste Studien bescheinigen der KI dabei eine größere Akkuratheit. Gemessen wurden die Sensitivität und Spezifität bei der Erkennung von Karies und apikalen Aufhellungen allerdings im Vergleich mit unerfahrenen Zahnärzt:innen. Der entscheidendere Vorteil liegt aber tatsächlich in der Zeitersparnis dieser Technologie. Eine weitere Studie zeigt, dass Patienten in die KI-unterstützte Diagnose mehr Vertrauen zu haben scheinen. Das liegt mitunter an der guten Visualisierung der röntgenlogischen Auffälligkeiten der Software. Gibt es noch andere Anwendungen für KI in der Praxis? Aktuell gibt es abgesehen von der Röntgenbefundung keine bahnbrechenden technologischen Lösungen. Bis eine künstliche Intelligenz Deine Behandlungspläne, Dokumentationen und HKP’s schreibt, während Du noch am Patienten bist, werden wohl noch einige Jahre (Monate?) vergehen. Aber passieren wird es. Bis dahin müssen wir uns wohl mit ChatGPT begnügen. Oder der Chatbot-Variante für medizinisches Fachpersonal, „Dougall GPT“. Die ist nämlich spezialisiert auf Symptome, Diagnosen und Behandlungen. Alles natürlich ohne Gewähr. |