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Toothletter

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Deine News aus der Zahnwelt

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Inhalt

Abrechnung

Verdachtsdiagnose

KI in der Zahnmedizin

Über 

Hey ,
 

willkommen zur fünften Ausgabe des Toothletters! 👋

Hast Du einen Themenwunsch oder möchtest einen Patientenfall mit der Toothletter-Community teilen? Schreib mir einfach eine kurze Mail!

Viel Spaß beim Lesen und frohe Ostern! 🐰

Viele Grüße,
Dein Tilmann

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Abrechnung

Terminator-Zahnarzt am Patienten

So eindeutig wie hier ist die Abrechnung der Zy3 leider nicht immer (Bild: TS)

Wann darf ich die Zy3 abrechnen? Und wann nicht?

Um wegen der Zy3 in die Wirtschaftlichkeitsprüfung zu kommen (schuldig 🙋🏼‍♂️), muss man viele Zähne mit Zysten entfernen. Damit Dir das nicht passiert, ist hier ein kurzer Leitfaden für eine reibungslose Abrechnung.

Die BEMA definiert die 56c / Zy3 als 
"Operation einer Zyste durch Zystektomie in Verbindung mit einer Osteotomie oder WSR". 
Der folgende Zusatz lässt aber Interpretation zu:
"Das Entfernen von Granulationsgewebe und kleinen Zysten ist nicht nach Nr. 56 abrechnungsfähig"

Aber was sind kleine Zysten?
Nach einem Beschluss durch das Landessozialgericht Schleswig haben sich u.a. die KZV Berlin und die KZV Schleswig-Holstein auf folgende Entscheidungshilfe geeinigt:
 

  • < 5 mm Ø (bzw. ≤ 6 mm in SH) ➜ keine Abrechenbarkeit da kein Mehraufwand
  • 5 - 10 mm Ø ➜ Mehraufwand gegeben wenn Zyste histologisch ≥ 5 mm und röntgenologisch 7-10 mm Ø
  • ≥ 10 mm Ø ➜ Mehraufwand unstrittig und somit abrechenbar


Es lohnt sich also in jedem Fall, das zystische Gewebe nach einer Zahnentfernung oder WSR möglichst vollständig zu sammeln. Anschließend erfolgen Diagnostik und Quantifizierung durch ein histopathologisches Labor.

Das Resultat (= die Maße der Zyste) ist in der Dokumentation neben dem röntgenlogischen Befund das stichhaltigste Argument für die Abrechnung der Zy3 und somit bares Geld wert! 💸

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Kurze Unterbrechung 🙋🏼‍♂️

Ich habe eine kleine Bitte an Dich, :

Der Toothletter ist und bleibt für Dich kostenlos. Wenn du etwas Neues gelernt hast, würde ich mich freuen, wenn du den Toothletter mit einer Person teilst, die auch Freude daran haben könnte! Danke!

Mit WhatsApp verschicken!

Alternativ kannst Du auch diese E-mail weiterleiten oder den folgenden Link kopieren:

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toothletter.de
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Verdachtsdiagnose

Ustomed Hebel

Orthopantomogramm mit nahezu symmetrischen Aufhellungen anterior des Kieferwinkels (Bild: TS)

Befund: Ovale Aufhellungen beidseits anterior des Kieferwinkels

Fragestellung: Was sind mögliche Verdachtsdiagnosen? Wie sollte in diesem Fall vorgegangen werden?

 

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Hier geht's zur Auflösung!
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KI in der Zahnmedizin

Aufgezogene Anästhesiespritze

Bild: TS (erstellt mit generativer KI)

KI in der Zahnmedizin: Beginn einer Revolution oder nur heiße Luft? 💨

Der 30. November 2022 ist ein historischer Tag in der Geschichte der Menschheit. Wieso? ChatGPT wurde von dem amerikanischen Konzern OpenAI auf die Welt losgelassen. 100 Millionen Benutzer:innen binnen 2 Monaten: Die am schnellsten wachsende App, die es bis dahin je gab.
 

Seitdem redet jeder über Künstliche Intelligenz. Ich selbst bin bekennender „Poweruser“ von ChatGPT und Co:

 

  • Ich brainstorme jeden Titel des Toothletters zusammen mit meinem coworker GPT4
  • Ich werde bei meiner Recherche von KI unterstützt („Consensus“ via ChatGPT Plus & Perplexity.ai)
  • Die meisten Bilder, die ich hier verwende, sind mit generativer KI erstellt (Midjourney)
     

So sieht künstliche Intelligenz mich als Osterhasen... na danke!

Aber was ist denn jetzt der Stand der KI in der Zahnmedizin?
Die bisher wohl bedeutendste Entwicklung ist die KI-gestützte Röntgenbefundung. Dabei wird das Röntgenbild von der KI analysiert und unterstützt den Zahnarzt oder die Zahnärztin bei der Befundung. 
Erste Studien bescheinigen der KI dabei eine größere Akkuratheit. Gemessen wurden die Sensitivität und Spezifität bei der Erkennung von Karies und apikalen Aufhellungen allerdings im Vergleich mit unerfahrenen Zahnärzt:innen. 
Der entscheidendere Vorteil liegt aber tatsächlich in der Zeitersparnis dieser Technologie. 
Eine weitere Studie zeigt, dass Patienten in die KI-unterstützte Diagnose mehr Vertrauen zu haben scheinen. Das liegt mitunter an der guten Visualisierung der röntgenlogischen Auffälligkeiten der Software.
 

Gibt es noch andere Anwendungen für KI in der Praxis?
Aktuell gibt es abgesehen von der Röntgenbefundung keine bahnbrechenden technologischen Lösungen. 
Bis eine künstliche Intelligenz Deine Behandlungspläne, Dokumentationen und HKP’s schreibt, während Du noch am Patienten bist, werden wohl noch einige Jahre (Monate?) vergehen. Aber passieren wird es.

Bis dahin müssen wir uns wohl mit ChatGPT begnügen. Oder der Chatbot-Variante für medizinisches Fachpersonal, „Dougall GPT“. Die ist nämlich spezialisiert auf Symptome, Diagnosen und Behandlungen. Alles natürlich ohne Gewähr.

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DougallGPT ausprobieren

Wenn Du in Deinem Praxisalltag nützliche KI-Tools benutzt, die Dir die Arbeit erleichtern → schick mir eine kurze Mail an [email protected] und ich teile deinen Tipp in der nächsten Ausgabe 

Du kennst eine Person, die nicht aufhören kann, von KI zu reden? Dann leite diese Email einfach weiter oder verschicke diesen Link

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Der Autor

Photo von Tilmann Seifert

Dr. Tilmann Seifert

Mein Name ist Tilmann Seifert und ich bin FZA für Oralchirurgie aus Berlin.
Mit dem TOOTHLETTER möchte ich ein Format schaffen, über das insbesondere viel beschäftigte Praktiker:innen einen stetigen Input zu brandaktuellen Themen aus der Zahnmedizin bekommen. Und das in einer Aufmachung, die Lust auf's Lesen macht.

 

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