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Ausgabe 07-1

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TOOTHLETTER

Dein 5-Minuten-Wissens-Update aus der Zahnwelt


Inhalt

Verdachtsdiagnose

Community-Corner

Praxistipp

CME-Quiz

Toothletter Pro Mitglieder verdienen 2 CME-Punkte mit dieser Ausgabe 🎖️

Hi !


Dieser Toothletter ist für diejenigen, die sich mehr Kons gewünscht haben – diese Ausgabe ist nämlich Endo-heavy.


Aber keine Sorge, ich habe mir dafür Unterstützung geholt. (Was weiß ich schon über Zahnerhaltung… 😇)


Für alle anderen: Ein bisschen blutig wird's trotzdem!


Wünsche Dir eine gute Ferienzeit!

Dein Tilmann



P.S. Ich habe bis nach Mitternacht daran gearbeitet, für Dich ein cooleres Quiz-Erlebnis zu bauen – wenn's irgendwo haken sollte, schreib mir 'ne Mail! :)


📩 Wenn Dir der Toothletter weitergeleitet wurde:
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Verdachtsdiagnose

Atypische Aufhellung rg. 12

(Bild: Dr. Inga Werner)

Was ist Deine Verdachtsdiagnose?

Befund: Intra- und periradikuläre Transluzenz rg. 12


Fragestellung: Verdachtsdiagnose? Therapie?

Hier geht's zur Auflösung!

Community-Corner × 

Hands-On

Bild: TS

Dens invaginatus – So behandelst Du diesen endodontischen Spezialfall

Ich freue mich total, diese Woche einen besonderen Patientenfall aus der Community mit Dir teilen zu können.


Wobei das eigentlich Besondere gar nicht der Fall selbst ist. Sondern, wieviele Nachrichten ich bekommen habe, als Inga um Hilfe bei ihrem Fall gebeten hat (von ihr ist das Röntgenbild oben).


Genau das ist der Grund, wieso ich den Toothletter gegründet habe. Um Zahnärzt:innen in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz besser untereinander zu connecten. ☺️


Instagram-Umfrage

In diesem toll dokumentierten Fall von Dr. Sofia Rehling siehst Du Schritt für Schritt, wie ein Dens invaginatus – das wäre die richtige Diagnose gewesen – behandelt werden kann. Ich habe super viel dabei gelernt! 🤓


Hier geht's zum Step-by-Step Guide:


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Zum Patientenfall
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Dr. Sofia Rehling

Kinderzahnärztin


Praxistipp

Bild: TS

Wenn's brennt: Spülunfälle richtig behandeln

08.10 Uhr. Ich höre das enthusiastische Pfeifen der Bohrer aus den Nachbarboxen. Überall um mich herum wird trepaniert oder Zugangskavitäten werden vergrößert. Mein Patient? Noch nicht da.


08.55 Uhr. Es ist ruhig im Behandlungssaal geworden. Hier und da werden Kommandos von gestressten Examenskandidat:innen an ihre Assistenz gezischt. Sonst nur das Schlürfen der kleinen Sauger. Mein Patient? Geht nichtmal ans Telefon. 🫣


09.45 Uhr. Ein Glück! Ein Neupatient mit V.a. irreversible Pulpitis an 25 ist gerade im Schmerzdienst aufgenommen worden. Ich soll ihn behandeln. Mein Herz schlägt mir zum Hals. Ich habe noch nie selbst einen Zahn trepaniert – zumindest keinen, der noch an einem lebenden Menschen hing. Egal, ich muss jetzt Zeit aufholen und es ist immerhin nur ein Kanal.


10.55 Uhr. Mein Patient stöhnt laut auf. Es würde auf einmal schrecklich brennen über dem Zahn. Er zeigt auf seine linke Wange. Sh*t. Nicht das noch: 


Ausgerechnet am stressigsten Tag meines ganzen Examens hatte ich es geschafft, Hypo zu überpressen – in die Kieferhöhle… Auf Anweisung meines Assis hatte ich danach gründlich aspiriert und vorsichtig mit NaCl nachgespült. Die Wurzelkanalbehandlung? Erstmal vertagt…


Sind solche Spülunfälle mit Natriumhypochlorit leicht zu erkennen? Das Leitsymptom ist ein sofort einschießender, brennender Schmerz noch während der Spülung – und das trotz Anästhesie. Aus dem Wurzelkanal fängt es plötzlich an, stark zu bluten. Und es treten häufig eine ausgeprägte Schwellung und Bluterguss (= Ekchymose) im Bereich der Wange und der angrenzenden Weichteile auf (2017, 2024).


[Sonderfall: Landet das Hypo wie in meinem Fall im Sinus maxillaris, ist die Symptomatik meistens schwächer ausgeprägt: Statt starkem Schmerz, Schwellung und Bluterguss fühlen die Betroffenen eher ein Brennen im Sinus und ein kratzendes Gefühl im Rachen, weil die Spülflüssigkeit aus der Kieferhöhle langsam abfließen kann. Dabei kann es auch zu Nasenbluten kommen.]


Die 5 wichtigsten Tipps, um Spülunfälle zu vermeiden:


  • Nicht mit viel Druck spülen
  • Überinstrumentierung vermeiden
  • Kein Spülen bei verkeilter Spülkanüle
  • Seitlich offene Spülkanüle > frontal offene Spülkanüle
  • Insertionstiefe der Spülkanüle nur bis 1-3 mm vor Arbeitslänge


Okay, aber was machst Du, wenn das Kind schon in den Wurzelkanal gefallen ist? (😇) Die erste Maßnahme ist die gründliche Aspiration der Spülflüssigkeit, danach vorsichtig mit NaCl nachspülen. Antibiotika sind nicht routinemäßig indiziert. Analgetika wie Ibuprofen schon – Schmerzen werden nämlich ziemlich sicher eintreten. 


Das Wichtigste ist, dass Du Deine Patient:innen gut aufklärst und deren Erwartungen managest: Dass sie in 24-48h wahrscheinlich ziemlich übel aussehen werden wegen des Blutergusses. Das aber nicht den Allgemeinzustand beeinträchtigen sollte (Falls doch: Notdienst!). Bestell sie am besten regelmäßig zur Kontrolle ein. 


Good to know: In einer Studie von 2024 heilten 76% der Spülunfälle unter rein konservativer Behandlung vollständig aus.


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☹️ Nicht so der Hit

Weiterlesen...

  • ➡️ Der "Opioid-Effekt": Was Du tun kannst, wenn Ibu & Co. nicht reichen


  • ➡️ Ein halbes Kölsch-Glas voll Hypo: So viel musst du wirklich spülen


  • 📚 Im Toothletter-Archiv findest Du alle bisherigen Ausgaben 
TL Pro

Nur für Pros: Das CME-Quiz

Noch kein Pro-Mitglied? Guck Dir ruhig das CME-Quiz an – hättest Du es richtig gelöst? :)

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Was musst Du wissen? 

 

  • 2 CME Punkte (Nur für Pros)
  • Du musst mindestens 7/10 Fragen richtig beantworten
  • Das Zertifikat wird Dir innerhalb von ein paar Minuten per Mail zugeschickt (Nur für Pros)
  • Nicht bestanden? Du kannst das Quiz wiederholen 🤓

 

→ Hier geht's zum Quiz ←

 

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Alle Infos zur Toothletter Pro Mitgliedschaft findest Du hier:
 

https://pro.toothletter.de

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Du hast Angst vor Wechselwirkungen, wenn Du Medikamente verschreibst? Nie wieder!

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Mit diesem Leitfaden wirst Du in 5 Minuten Expert:in im Umgang mit Bisphosphonat-Patienten.

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Der Blutbild-Navigator bietet Dir auf einen Blick alle relevanten Blutwerte – und was das für Dich bedeutet.

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Sei nie wieder überfordert bei der Behandlung von Schwangeren (Lokalanästhesie, Antibiotika etc.).

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Der Autor

Dr. Tilmann Seifert

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Hey, ich bin Tilmann und ich bin FZA für Oralchirurgie aus Berlin. Seit Januar 2024 gebe ich jeden zweiten Freitag den Toothletter heraus – den Newsletter, den ich selbst gebraucht hätte, als ich 9 Stunden am Tag in der Praxis stand und keine Zeit für Leitlinien hatte.


Meine Mission: Ich will möglichst viele Zahnärzt:innen im Praxisalltag mit einfach zugänglichem Wissen unterstützen. Dabei ist mir wichtig, dass der Toothletter immer transparent und unabhängig ist.

Dr. Tilmann Seifert
10967 Berlin-Kreuzberg
Deutschland

Die in diesem Newsletter bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der fachlichen Fortbildung von Zahnärzt:innen. Sie ersetzen nicht die persönliche professionelle Urteilsbildung und Entscheidungsfindung im Einzelfall. Es liegt in der Verantwortung der Behandelnden, die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen zu überprüfen.

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