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Ausgabe 10/II

Toothletter Logo

Toothletter

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Dein 5-Minuten-Wissens-Update aus der Zahnwelt

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Inhalt

Verdachtsdiagnose

Mythen der Zahnmedizin
Im Behandlungszimmer
KI-Bild der Woche

Happy Friday, !
 

Heute ist kein gewöhnlicher Freitag - sondern ein Mini-Jubiläum: Das hier ist die 20. Ausgabe des Toothletters!! 🥳
Allein im letzten Quartal hat sich die Zahl der Leser:innen verdoppelt! 🚀

Außerdem gibt's in dieser Ausgabe noch etwas Besonderes für alle zukünftigen Praxisgründer:innen. Ich habe von den Initiatoren des "Gründer Camps" einen exklusiven Discount für Toothletteristen bekommen (weiter unten). Das coole an dem Event: es werden 10 junge Zahnärzt:innen von ihren Herausforderungen bei der Gründung erzählen.

 

Hab ein grandioses Wochenende ✨,

Dein Tilmann

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📩 Wenn Dir der Toothletter weitergeleitet wurde: 
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Die Verdachtsdiagnose

Verdachtsdiagnose

MSH-Veränderung im rechten planum buccale (Bild: TS)

Befund: weißliche Striae im rechten planum buccale, dorsal stark erythematös bis erosiv mit gelblicher Auflagerung


Fragestellung: Du denkst jetzt bestimmt "Easy, das erkenne ich auch ohne Lupenbrille. Und zwar im Dunkeln". Aber weißt Du auch, wie Du es therapieren musst?

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Hier geht's zur Auflösung!
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Gründer Camp

Für alle, die sich selbstständig machen wollen: Das Gründer Camp
 

Du denkst über den nächsten logischen Karriereschritt nach? Willst eine Praxis aufmachen, weißt aber gar nicht, wo Du überhaupt anfangen sollst?

Beim Gründer Camp kannst Du Dich mit 10 Zahnärzt:innen austauschen, die vor kurzem erst in der gleichen Situation waren wie Du. Jetzt haben sie erfolgreich gegründet und beantworten dir am 22.-23.11. in Mainz alle Deine Fragen.

Verpass nicht Deinen exklusiven 15%-Rabatt mit dem Code "Toothletter" (nur gültig bis zum 31.10.24).

P.S. Es gibt auch DB-Tickets zum Festpreis 🚂

Klingt cool, mehr Infos bitte!

↓ Jetzt gehts weiter ↓

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Mythen der Zahnmedizin

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hat garantiert keine Probleme mit Engstand
 (Bild generiert mit KI)

Tertiärer Engstand: Sind die 8er wirklich schuld?!

Ey, logisch! Patient ist Ü20 und die Frontzähne im Unterkiefer verschieben sich - die Weisheitszähne sind schuld! 😤

Aber… ist das wirklich so? Oder ist das doch wieder nur so ein Mythos?
 

Als Oralchirurg bin ich auf das Arbeiten nach Leitlinien getriezt worden. Und in der entsprechenden Leitlinie (Operative Entfernung von Weisheitszähnen, 2019) wird tertiärer Engstand nicht als Extraktionsindikation genannt. Daran habe ich mich bisher immer gehalten.

Ich wollte es aber genauer wissen und habe meinen guten Freund und ehemaligen Charité-Kollegen Karim angerufen. Er ist Fachzahnarzt für Kieferorthopädie in eigener Praxis in Berlin-Wedding.
 

"Weisheitszähne können - wenn überhaupt - einen bestehenden tertiären Engstand verstärken. Sie sind aber nie die Hauptursache", sagt Karim.
 

In der Literatur wird seit Jahrzehnten über dieses Thema gestritten. Die meisten Studien sehen aber keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein von Weisheitszähnen und der Entwicklung eines tertiären Engstands der Unterkiefer Frontzähne (2014, 1999).

"Sogar bei meinen Patienten, die nie Weisheitszähne hatten, beobachten wir tertiären Engstand", sagt auch Karim.

Karim Elhennawy

Dr. Karim Elhennawy

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Du kennst jemanden, der noch an diesen Mythos glaubt?  Dann leite diese Email einfach weiter oder verschicke diesen Link

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Im Behandlungszimmer

Schmerzen

Bild: TS (erstellt mit generativer KI)

"Oh, tut mir leid, tut das weh?"

Wie oft warst Du schon in dieser Situation? Du setzt Deinen Bohrer nur an und Dein Patient stöhnt schon. Du misst eine tiefe Tasche mit der PA-Sonde und die Patientin reißt ihre Arme in die Höhe. Eigentlich willst Du Dich sofort entschuldigen, während Du dem Patienten versöhnlich über die Wange streichst: "Oh, das tut mir SO leid - tat das weh??". 
Aber du verkneifst es Dir. Weil Du es besser weißt. (Du hast den Toothletter gelesen. 😜)
 

Laura, Yasmin* und ich saßen an einem heißen Juliabend bei Rotwein und Spaghetti Vongole zusammen. Die befreundeten Zahnärztinnen diskutierten darüber, wie man am besten in so einer Situation reagieren sollte. Die empathische Laura nahm sich jedes Lidzucken ihrer Patient:innen zu Herzen ("Haben Sie Schmerzen?!"). Sie konnte nicht fassen, wie abgebrüht ihre Freundin bei der Arbeit ist: "Ich ignoriere sowas - die sollen sich nicht so anstellen".

 

Ich selbst neigte eher zu Yasmins Stil. Mein Gefühl sagte mir, dass ihr Umgang mit Schmerzen nicht nur resolut, sondern auch richtig war.
 

Aber was sagt die Wissenschaft dazu? Eine Übersichtsstudie von 2024 besagt, dass die Benutzung von schmerzbezogenen Wörtern (also auch "Tut das weh?") neuronale Schaltkreise aktiviert, die mit körperlichen Schmerzen verbunden sind. Stattdessen sollte man seine Patienten lieber von der Behandlung ablenken. Das kann nämlich das Schmerzempfinden reduzieren (2011). Auch bei ängstlichen Patient:innen sollten wir das Wort "Angst" gar nicht erst aussprechen, weil es die Empfindung verstärken kann (2015).

 

 

*Namen geändert

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Bottom Line: 

 

  • Strahle bei Deiner Behandlung Ruhe aus
  • Lenk Deine Patient:innen ab, wenn sie Schmerzen haben
  • Vermeide es, Schmerzen und Ängste explizit zu thematisieren
  • Das ist KEINE Aufforderung, ein unempathischer Roboter zu werden! 🥼🤖
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KI-Bild der Woche

KI Bild der Woche

Dieses Wartezimmer ist nichts für Angstpatienten!
(Bild: TS; erstellt mit generativer KI)

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Okay hau raus... War jut? Oder nicht so? Hauptsache Du verrätst mir, wieso! 😜

😀 Super interessant!

😐 Ganz okay

☹️ Nicht so der Hit

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Der Autor

Photo von Tilmann Seifert

Dr. Tilmann Seifert

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Mein Name ist Tilmann Seifert und ich bin FZA für Oralchirurgie aus Berlin.
Mit dem TOOTHLETTER möchte ich ein Format schaffen, über das insbesondere viel beschäftigte Praktiker:innen einen stetigen Input zu brandaktuellen Themen aus der Zahnmedizin bekommen. Und das in einer Aufmachung, die Lust auf's Lesen macht.

 

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Das Archiv

Du willst weiterlesen? Im Toothletter-Archiv findest Du alle bisherigen Ausgaben 📚

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Du hast Feedback? Oder einen Themenvorschlag? Schick einfach eine Mail an

[email protected]

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Tilmann Seifert

10967 Berlin-Kreuzberg
Deutschland

Die in diesem Newsletter bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der fachlichen Fortbildung von Zahnärzt:innen. Sie ersetzen nicht die persönliche professionelle Urteilsbildung und Entscheidungsfindung im Einzelfall. Es liegt in der Verantwortung der Behandelnden, die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen zu überprüfen.
 

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