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Ausgabe 10-3

Toothletter Logo

Toothletter

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Dein 5-Minuten-Wissens-Update aus der Zahnwelt

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Inhalt

Verdachtsdiagnose

Lets talk money

Was uns bewegt

Bild der Woche

CME-Quiz

Hey ! 

 

Diese Ausgabe ist ein Special zum Thema Geld. 🤑

 

Außerdem gibt's was zu gewinnen:


Ich habe in Zusammenarbeit mit dent.talents eine Umfrage zum Thema "Mediennutzung von Zahnärzt:innen" vorbereitet.


Freue mich total, wenn Du kurz an der Umfrage teilnimmst (weiter unten) . Unter den Teilnehmenden verlosen wir u.a. einen Toothletter-Hoodie. 🥰

 

Hab ein fantastisches Wochenende!

Dein Tilmann

 

P.S. Wenn Du in Berlin wohnst, halt Dir mal den 5.12. frei. So ab 18.00 👀

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📩 Wenn Dir der Toothletter weitergeleitet wurde: 
hier kostenlos abonnieren 

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Verdachtsdiagnose

VD

Erythematöse Veränderung im linken planum buccale

(Bild: TS)

Was ist Deine Verdachtsdiagnose?

Befund: Erythematöse Veränderung der Wangenschleimhaut links


Fragestellung: Verdachtsdiagnose & Therapie?

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Hier geht's zur Auflösung!
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TL Pro

Umfrage & Gewinnspiel

Du kennst meine Umfragen ja schon von Insta, . Ich finde es total wichtig, ein Gefühl dafür zu bekommen, was meine Leser:innen denken. ☺️


Diesmal habe ich mich mit dent.talents zusammengetan, um noch mehr Zahnärzt:innen zu erreichen.


Wenn Du an der Umfrage teilnimmst, kannst Du unter anderem einen Toothletter Hoodie oder eine Toothletter Tasche gewinnen. 🤩 (Dauert max. 3-4 Minuten!)


Her mit dem Link!
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↓ Jetzt gehts weiter ↓

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Let's talk money

Artikel 1

Bild: TS (erstellt mit generativer KI)

Über Geld spricht man... doch!

Things have changed. 12,1 Millionen Deutsche über 14 Jahre investieren ihr Geld in Aktien oder ETFs – das sind 3,7 Millionen mehr als noch 2014. 


Wieso also nicht offener über Geld reden, wenn eh jeder darüber nachdenkt? Besonders für Berufsanfänger:innen ist das wichtig. Wie geht man denn sonst in die erste Gehaltsverhandlung?


Dieses Jahr haben 4 Vertreter aus der Dentalbranche eine Gehaltsstudie¹ mit 1012 Teilnehmer:innen veröffentlicht. Das sind die Takeaways 👇


  • 🤑 Brutto-Monatsgehälter Assistenz-ZÄ:
    • 1. Jahr: 3.500 € (Fixgehalt)
    • 2. Jahr: 3.985 € (Fixgehalt)


  • 🤑 Brutto-Monatsgehälter angestellte ZÄ:

    • Nach 2 Jahren: 5.901 €
    • Nach 2-6 Jahren: 6.842 €
    • Nach > 10 Jahren: 7.650 €


  • 🤑 Brutto-Monatsgehälter nach Fachrichtung:

    • Oralchirurgie: 9.306 €
    • Kieferorthopädie: 10.128 €


  • 🤑 Brutto-Monatsgehälter nach Gehaltsmodell:

    • Nur Fixgehalt: 6.250 €
    • Fixum + Umsatzbeteiligung: 5.000 € plus Umsatzbeteiligung


*Alle Beträge bilden jeweils den Median² ab


62% der befragten Arbeitnehmer:innen gaben an, dass sie zusätzlich zum Fixgehalt eine Umsatzbeteiligung bekämen. Die liegt im Mittel bei 25% und wird ab einer Schwelle von 17.500 € (Median) ausbezahlt (meistens monatlich). Diese Schwelle beträgt in der Regel das Vierfache des Fixums.


Was ist der Vorteil an diesem Modell? Dein Gehalt hängt direkt von Deinen Umsätzen ab: Arbeitest Du viel und schnell, dann verdienst Du auch mehr. Laut einer Umfrage der apoBank verdienen umsatzbeteiligte Zahnärzt:innen 40% mehr als die, die ein Festgehalt beziehen. Dieses Vergütungsmodell ist meistens für beide Parteien fair.


Du lernst auf diese Weise schnell, wirtschaftlich zu arbeiten – ein super wichtiger Skill, wenn Du mal eine eigene Praxis aufmachen willst.


Wichtige Voraussetzung: Dein Arbeitgeber gibt Dir Einblick in Deine Umsatz-Zahlen.


Aber verdiene ich dann nicht viel weniger, wenn ich krank oder im Urlaub bin? Nein, davor schützt Dich sogar das Gesetz. Sowohl im Krankheitsfall, als auch im Urlaub bekommst Du Deinen Durchschnittsverdienst weiterbezahlt. (Mehr zum Urlaubsentgelt in dieser Ausgabe.)


Bevor Du jetzt aber in Deine nächste (erste?) Gehaltsverhandlung gehst, solltest Du die Arbeitgeberseite besser verstehen. Wirtschaftsberater und Banken empfehlen Praxisinhabern, sich bei den Gehältern von Zahnärzt:innen an einer Ziel-Personalkostenquote³ von etwa 25% zu orientieren. Bedeutet, dass die Gesamtkosten für Deine Stelle (= Personalaufwand⁴) aus unternehmerischer Sicht etwa 25% Deines Jahres-Honorarumsatzes betragen sollten.


Wenn Du als Arbeitnehmer:in Deinen Jahres-Honorarumsatz kennst, kannst Du davon Dein monatliches Bruttoarbeitsentgelt⁵ ungefähr so ableiten 👇


Hinweis: Diese Berechnungsmethode ist sehr Arbeitgeber-freundlich


Okay, versteh ich, wenn Du das kurz sacken lassen musst, . 😮‍💨


Das soll Dir nur einen Anhaltspunkt geben. Ob Du mit Deiner Vergütung zufrieden bist, hängt natürlich auch von anderen Faktoren ab, wie flexible Arbeitszeiten, Fortbildungsmöglichkeiten und anderen geldwerten Vorteilen.


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¹ Die "Dentale Gehaltsstudie 2025" ist von Branchenvertretern mit wirtschaftlichen Interessen durchgeführt worden. Um die Studie herunterzuladen, musst Du allen 4 Kooperationspartnern Deine Email-Adresse geben.

² Der Median ist der Wert, der genau in der Mitte aller Gehaltsangaben liegt. Das bedeutet, dass 50 % der erhobenen Gehälter darunter und 50 % darüber liegen

³ Die Personalkostenquote ist der Anteil aller Personalkosten am Praxisumsatz

⁴ Der Personalaufwand für eine zahnärztliche Stelle schließt den fixen Teil des Gehalts, die Umsatzbeteiligung, die Arbeitgebernebenkosten (ca. 21% des Bruttoarbeitsentgelts) und ggf. noch Fortbildungskosten ein, s. auch hier

⁵ Das Bruttoarbeitsentgelt besteht aus einem Fixum und der Umsatzbeteiligung

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Photo von Tilmann Seifert

Du hast einen Kollegen oder eine Freundin, die dringend eine Gehaltsverhandlung führen müssen?

Mit WhatsApp verschicken!

(Wenn Du draufklickst, öffnet sich automatisch Whatsapp und Du musst nur noch einen Empfänger auswählen – dauert 10 Sekunden)

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Was uns bewegt

Artikel 2

Bild: TS (erstellt mit generativer KI)

Mein größtes moralisches Versagen als Zahnarzt

Wegen dieses einen Moments habe ich bis heute ein schlechtes Gewissen…


Eigentlich war Herr Krüger* der höflichste Patient, den ich je erlebt hatte.


Meine ZFA Nathalie* und ich waren total baff, wie gut die Umgangsformen dieses Mannes waren:


Jedes Mal, wenn ich ins Zimmer kam, stand er vom Behandlungsstuhl auf, um mich zu begrüßen. Er machte sogar Anstalten, mir oder Nathalie die Tür aufzuhalten. Er war  wirklich noch von der alten Schule.


Als ich an diesem einen Freitagmorgen die Nähte bei ihm entfernt hatte und mich verabschieden wollte, sah ich etwas, das mich sprachlos machte:


Herr Krüger versuchte gerade hinter meinem Rücken, Nathalie einen 10-Euro-Schein in den Ausschnitt ihres Kasacks zu stecken.


Und ich – blieb sprachlos… Ich habe einfach nichts gemacht.


I know, I know, wie konntest Du nur, Tilmann?! Aber lass mich Dir etwas mehr Kontext geben:


Kurz vor dem Termin hatte Nathalie noch gesagt, dass sie sich schon auf "unseren süßen Opi" freuen würde. Herr Krüger war nämlich nicht nur sprichwörtlich von der alten Schule.


Er war 94 Jahre alt.


Und Nathalie war taff. Sie lehnte das Geld höflich und bestimmt ab. Sie brauchte mich dafür nicht. Trotzdem sehe ich mich als behandelnder Arzt in der Verantwortung, dass gewisse Spielregeln im Behandlungszimmer eingehalten werden.


Ich hätte für sie einstehen müssen. Wissentlich, dass wir das Weltbild eines 94-jährigen nicht verändern würden. Aber Grenzen im Arzt-Patientenverhältnis sind enorm wichtig.


Mindestens genauso wichtig ist das Vertrauensverhältnis zwischen Dir und der einen Person, die Dir den ganzen Tag den Rücken freihält.


Vielleicht bedankst Du Dich ja heute bei dieser Person und sagst ihr, dass Du froh bist, sie zu haben. 💚



*Namen geändert

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 Community-Tipp 
 

Daniel

Dr. Louis Bahlmann

Der Launch der elektronischen Patientenakte war echt holprig, aber...

Wusstest Du, dass Du pro Patient bis zu 5€ für den ersten Eintrag in die ePA abrechnen kannst?


  • ePA1 (4 Punkte) → wenn es beim jeweiligen Patienten noch gar keinen Eintrag gibt
  • ePA2 (2 Punkte) → bei jeder späteren Aktualisierung


Zeitaufwand pro Patient? Etwa eine Minute! 🤝


(Die Nutzung der ePA ist seit 01.10.2025 übrigens verpflichtend.)

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Bild der Woche

KI

Happy Halloween! 👻

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TL Pro

 Nur für Pros: Das CME-Quiz 

Noch kein Pro-Mitglied? Guck Dir ruhig das CME-Quiz an – hättest Du es richtig gelöst? :)

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Was musst Du wissen? 

 

  • 2 CME Punkte (Nur für Pros)
  • Du musst mindestens 7/10 Fragen richtig beantworten
  • Das Zertifikat wird Dir innerhalb von ein paar Minuten per Mail zugeschickt (Nur für Pros)
  • Nicht bestanden? Du kannst das Quiz wiederholen 🤓

 

→ Hier geht's zum Quiz ←

 

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Alle Infos zur Toothletter Pro Mitgliedschaft findest Du hier:
 

https://pro.toothletter.de

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Das Archiv

Du willst im Toothletter-Archiv stöbern? Hier findest Du alle bisherigen Ausgaben 📚

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Der Autor

Photo von Tilmann Seifert

Dr. Tilmann Seifert

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Mein Name ist Tilmann Seifert und ich bin FZA für Oralchirurgie aus Berlin.
Mit dem Toothletter möchte ich ein unabhängiges Format schaffen, über das insbesondere viel beschäftigte Praktiker:innen einen stetigen Input zu brandaktuellen Themen aus der Zahnmedizin bekommen. Und das in einer Aufmachung, die Lust auf's Lesen macht.

 

Du hast Feedback? Oder einen Themenvorschlag? Schick einfach eine Mail an

[email protected]

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Tilmann Seifert

10967 Berlin-Kreuzberg
Deutschland

Die in diesem Newsletter bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der fachlichen Fortbildung von Zahnärzt:innen. Sie ersetzen nicht die persönliche professionelle Urteilsbildung und Entscheidungsfindung im Einzelfall. Es liegt in der Verantwortung der Behandelnden, die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen zu überprüfen.
 

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