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Ausgabe 11/II

Toothletter Logo

Toothletter

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Dein 5-Minuten-Wissens-Update aus der Zahnwelt

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Inhalt

Verdachtsdiagnose
Mythen der Zahnmedizin

Das lila Brett
KI-Bild der Woche

Hi !
 

Ich bin ja eigentlich ein super bescheidener Typ. Wirklich. Lass uns trotzdem mal kurz feiern: 
Der Toothletter hat jetzt über 600 Leser:innen! 🤩🚀 Danke (und willkommen an alle neuen Abonnenten).


Und in 2 Wochen sehen wir uns schon zur Toothletter Live Christmas Edition in Berlin-Kreuzberg - ich freu mich drauf!

Schönes Wochenende,

Dein Tilmann

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Die Verdachtsdiagnose

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Verdachtsdiagnose

Findest Du noch mehr als ich...? (Bild: TS)

Befund 1: Längliche, knochendichte Verschattung beidseits lateral des UK-Asts

 

Befund 2: Versprengte kalkdichte Veränderungen beidseits im Bereich des Zungenbeins

 

Befund 3: Rundliche, hyperdense Raumforderung basal in der linken Kieferhöhle


Fragestellung: Mögliche Verdachtsdiagnosen? Therapie?

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Hier geht's zur Auflösung!
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Du hast einen spannenden Fall, den Du gern als Verdachtsdiagnose mit der Community teilen würdest, ? Schreib mir 💌 

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Mythen der Zahnmedizin

Flugzeug

Bild: TS (erstellt mit generativer KI)

Darf ich meine Patienten mit frisch gedeckter KH-Eröffnung fliegen lassen? 🤯

"Ich fliege aber in 5 Tagen auf die Malediven", sagte Janine Schmitz* mit Tränen in den Augen. Am Tag davor hatte ich bei ihr meinen ersten hoch verlagerten 8er entfernt. Dabei war der Tuber abgerissen und ein Scheunentor von einer MAV entstanden. 

 

Jetzt diskutierte ich mit ihr darüber, wieso ein Flug nach Eröffnung der Kieferhöhle keine gute Idee war - aber wäre das wirklich so dramatisch?!
 

Wenn Du die Perforation der Kieferhöhlenschleimhaut gedeckt hast (z.B. mit einer Plastik), ist die Kieferhöhle danach im besten Fall wieder dicht. Der Druckausgleich im Flugzeug kann dann natürlicherweise über das Ostium naturale und den mittleren Nasengang erfolgen (s. Abb.). Wenn ein Restloch zur Mundhöhle besteht, kann der Druckausgleich sogar zusätzlich darüber erfolgen. Ergo, keine Schmerzen.

 

CT KH

Ostium naturale in der Frontalebene 

(Bild: TS)

Was muss unbedingt beachtet werden? Patient:innen müssen nach Eröffnung der Kieferhöhle unbedingt 2x täglich abschwellende Nasentropfen (Xylometazolin) benutzen. Das sorgt für eine gute Belüftung der Kieferhöhle und beugt einer Infektion vor. Ist die Nase verstopft, könnte es tatsächlich durch den Druckausgleich im Flugzeug zur traumatischen Wiedereröffnung der Kieferhöhle kommen (Barotrauma). Deswegen gilt:

 

  1. Kein forcierter Druckausgleich mit zugehaltener Nase
  2. Niesen nur bei geöffnetem Mund
  3. Kein Naseschnäuzen
     

Und Tauchen? Bitte nicht. Also gar nicht. Unter Wasser ist der Druck schon in 10 Metern Tiefe doppelt so hoch wie an Land. Das entspricht 1 Bar atmosphärischem Druck plus 1 Bar Wasserdruck. Im Flugzeug ist der Unterschied viel kleiner: Es herrschen 0,75 Bar (also 0,25 Bar weniger als der atmosphärische Druck).

 

Frau Schmitz hatte übrigens keine Komplikationen. Bedeutet nicht, dass ich meinen Patient:innen danach frühzeitige Flugreisen empfohlen habe! 😜

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Bottom Line: 

 

  • Am besten ist es, wenn zwischen OP und Flug 7-14 Tage liegen!
  • Wenn das nicht gegeben ist, muss die Nase frei sein (abschwellende Nasentropfen!)
  • Schnäuzverbot, kein forcierter Druckausgleich & Niesen nur bei geöffnetem Mund
  • KEIN Tauchen für 2-4 Wochen
     
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Die Inspiration für diesen Artikel kommt von Julie Büschel aus Hamburg. Hast Du auch einen Themenvorschlag? Schick mir eine Mail!

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Das schwarze Brett - 

nur in lila

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Daniel

Daniel sucht einen Job als angestellter ZA in Berlin

Daniel W. ist 31 Jahre alt und hat schon 1,5 Jahre seiner Assistenzzeit absolviert. Aktuell sucht er eine neue Stelle in Berlin, hat Bock zu bohren, sich fortzubilden und auf ein cooles Team. 🚀 

Meld Dich bei Daniel!
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KI-Bild der Woche

KI Bild

Kalt geworden in Berlin ❄️

(Bild: TS; erstellt mit generativer KI)

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Der Autor

Photo von Tilmann Seifert

Dr. Tilmann Seifert

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Mein Name ist Tilmann Seifert und ich bin FZA für Oralchirurgie aus Berlin.
Mit dem TOOTHLETTER möchte ich ein Format schaffen, über das insbesondere viel beschäftigte Praktiker:innen einen stetigen Input zu brandaktuellen Themen aus der Zahnmedizin bekommen. Und das in einer Aufmachung, die Lust auf's Lesen macht.

 

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Das Archiv

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Tilmann Seifert

10967 Berlin-Kreuzberg
Deutschland

Die in diesem Newsletter bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der fachlichen Fortbildung von Zahnärzt:innen. Sie ersetzen nicht die persönliche professionelle Urteilsbildung und Entscheidungsfindung im Einzelfall. Es liegt in der Verantwortung der Behandelnden, die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen zu überprüfen.
 

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