Los geht's ↓
HOW TO: Schnittführung
Am Beispiel einer operativen 8er-Entfernung im Unterkiefer.
Im Unterkiefer ist die Übersicht meist besser als im Oberkiefer, der Knochen aber kompakter – Osteotomie und Zahnteilung sind häufiger nötig. Das vorgestellte Lappendesign ermöglicht eine sichere Luxation und lässt sich bei komplexer Osteotomie problemlos erweitern.
Ausgangssituation & Inzision
Die Situation zeigt einen gut einsehbaren OP-Bereich. Die intrasulkuläre Inzision am 7er wird nach distal auf dem aufsteigenden Ast konsequent nach bukkal weggeführt. Da der N. lingualis hier oft sehr oberflächlich verläuft, ist diese Schnittrichtung essenziell, um Nervschäden zu vermeiden.
N. lingualis
Diese Aufnahme verdeutlicht, wie oberflächlich der N. lingualis verlaufen kann. Um irreversible Schäden zu vermeiden, muss die Inzision zwingend unter Knochenkontakt nach bukkal erfolgen.
Lappenbildung
Mit Hilfe des Raspatoriums wird ein Mukoperiostlappen gebildet. In vielen Fällen stellt sich nun bereits die Zahnkrone dar.
Luxation
Bei diesem jungen Patienten war die Luxation des Zahns ohne Osteotomie möglich. Dabei wurde das linguale Weichgewebe konsequent geschont.
Zahnsäckchen
Es folgen die Kürettage und die Entfernung des Zahnsäckchens. Abschließend wird die Alveole mit steriler Kochsalzlösung gespült.
Naht
Der Lappen wird mit Hilfe einfacher Einzelknopfnähte vernäht.
Komplexe Osteotomie
Sollte eine umfangreichere Osteotomie nötig werden, lässt sich der Lappen unkompliziert erweitern: Die marginale Inzision wird nach mesial unter Mitnahme der weiteren Papillen verlängert. Durch diese rein sulkuläre Schnittführung entsteht keine sichtbare Narbe im Bereich der freien Gingiva.
Das war's.
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Tristan postet auf Insta regelmäßig hochqualitativen oralchirurgischen Content: @dr.tristan.hampe
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